Hintergrund

Das Forschungsprojekt

Hinter dem forum1.5 steht ein Forschungsprojekt der Abteilung für Stadt- und Regionalentwicklung der Universität Bayreuth. Das Forschungsprojekt, RegioTransform_Implement analysiert die Erfolgsbedingungen des Aufbaus einer regionalen Klimaschutzkooperation. Wie können regionale Strukturen etabliert werden, um dauerhafte Veränderungen auf kommunaler Ebene zu gestalten?

Die Abteilung für Stadt- und Regionalentwicklung der Universität Bayreuth unterstützt und fördert in dem Forschungsprojekt transformative Praktiken (z. B. durch Reallabore). So sollen systemische Veränderungen in Bayreuth und Oberfranken erreicht werden.

 Das Forschungsprojekt greift also die Notwenigkeit des Wandels auf, identifiziert die Pioniere in Bayreuth und Oberfranken und arbeitet mit ihnen, Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft in Reallaboren an einem Wandel in der Region.

Logo Abteilung für Stadt- und Regionalentwicklung Universität Bayreuth
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Die Notwendigkeit

Der Klimawandel ist auch in Bayreuth und der Region Oberfranken allgegenwärtig. Bei der UN-Klimakonferenz in Paris 2015 haben (fast) alle Staaten der Erde sich darauf geeinigt, die Erderwärmung auf 1,5°C oberhalb des langjährigen Mittels zu begrenzen. Damit das 1,5°C-Ziel erreicht werden kann, muss jede Region ihren individuellen Beitrag leisten, auch Oberfranken.

Neben neuen Regeln und Gesetzen bedarf es einen umfassenden kulturellen Wandel, an dem alle beteiligt sind: Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Nur tiefgreifende Veränderungen in der Lebensweise können sicherstellen, dass eine Reduzierung des Ressourcenverbrauchs herbei geführt wird.

Die Pioniere

In Bayreuth und der gesamten Region Oberfranken gibt es schon jetzt viele Menschen und Initiativen, die einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Sie sind die Pioniere des Wandels in Oberfranken.

Die Pioniere des Wandels haben Ideen, probieren sie aus, setzen sich ein. Sie legen in gesellschaftlichen Nischen die Grundsteine für einen notwendigen systemischen Wandel, eine sogenannte große Transformation (WBGU, 2011, Welt im Wandel - Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation). Darüber hinaus sind sie gekennzeichnet durch gewisse Freiheiten und Unabhängigkeiten von politischen Machtkonstellationen, wirtschaftlichen Mechanismen und organisatorischen Korsetts.

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Die Reallabore

In sogenannten Reallaboren schließen sich Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Für die Pioniere des Wandels werden Bedingungen geschaffen, um nachhaltige Praktiken anzustoßen, auszuprobieren und zu etablieren. Zivilgesellschaft und Bürgerschaft bilden dabei wichtige und starke Partner. Ziel ist es, partizipativ und kooperativ Transformationsprozesse anzustoßen und wissenschaftliche wie gesellschaftliche Lernprozesse zu verstetigen.

 

Die Tragfähigkeit von Nischeninnovationen aus Sicht der Transformationsforschung

Grafik Gesellschaftlicher Wandel Nachhaltigkeit Klimaschutz Veränderung Prozesse

Eigene Darstellung nach Geels, Schot 2010, 25; WBGU 2011, 7 u. 285